Lassen Sie niemanden mit schmutzigen Schuhen durch Ihren Kopf wandern

Ihr Kopf gehört Ihnen. Was der denkt, liegt in Ihrer Macht. Es sei denn, Sie lassen zu viele Menschen mitreden und geben ihnen zu viel Einfluß. Passen Sie auf, wem Sie wieviel Einfluss, oder gar Macht, über Ihre Gedanken geben. Das gilt für

  • Einflüsse aus der Vergangenheit
  • Einflüsse aus dem Umfeld mit anderen Menschen
  • Einflüsse aus der “Erwartung” anderer Menschen

 

Was in unserem Kopf vor sich geht – bestimmt unser Wesen

Wir leben in einer Zeit, die von vielen Vorurteilen und Stigmata geprägt ist. Schnell werden Menschen in Schubladen gesteckt, verurteilt und ausgegrenzt. Schnell werden Ängste geschürt und Hoffnungen geweckt. Dabei laufen wir immer öfter Gefahr manipuliert zu werden. Gerade in der Corona-Krise des Jahres 2020 wurden die sogenannten “Fake News” populär. Um die jeweiligen Meinungen mit öffentlichem Zuspruch zu untermauern wurden über die offenen und sozialen Medien Artikel gestreut, die die Massen mobilisieren sollten um ein Stimuung zu verbreiten, die einem bestimmten Meinungsbild diente. Dies führte bis zur gegenseiten Anklage, Fake News eingesetzt zu haben, so dass der differenzierte Konsument letztendlich oft nicht mehr wußte, welcher Quelle er eigentlich noch trauen konnte.

Ohne negativ klingen zu wollen: wir werden von allen Seiten manipuliert, sei es in der Werbung, in der öffentlichen Meinungsmache, über die Nachrichten die verbreitet werden und nicht zuletzt über die Rhetorik anderer, wenn Sie mit uns kommunizieren. Der Sprachgebrauch ist allgemein versierter geworden, was man daran sieht, dass a) in den Talkshows noch selten auf unangenehme Fragen ehrlich geantwortet wird und b) eine Vielfalt von Ausweichmanövern in der Kommunikation geradezu “schick” geworden ist um die eigentlichen Misstände nicht sichtbar werden zu lassen.

Kommunikation ist wie die Luft, die wir zum Atmen brauchen. Ohne Austausch mit anderen vereinsamen wir und werden oft krank. Doch wenn diese Kommunikation uns mit Inhalten füttert, die uns nicht gut tun, dann heißt es: aufpassen! Würden Sie jemanden mit schmutzigen Schuhen durch Ihre Wohnung laufen lassen? Wohl kaum! Dann lassen Sie auch nichts in Ihren Kopf, was da nicht rein soll.

Unser Worte führen zu Gedanken. Unsere Gedanken führen zu Handeln. Unser Handeln bestimmt wer wir sind.  Achten Sie gut auf das, was Sie in Ihren Kopf lassen!

 

Mit Angst und Glücksgefühlen ist gut Geschäfte machen

Ein gutes Beispiel, für die Gefahr, der wir ausgesetzt sind, sind die vielen Versuche, bei denen wir über unsere Gefühle angesprochen werden.

Die Versicherungsbrance lebt davon, dass Menschen Angst haben. Angst spricht alle Menschen an, die sehr viel Sicherheit brauchen. Umgekehrt lebt die Eventbranche vom Glücksgefühl. Auf Seminaren, Kongressen, Erlebnisreisen oder Mega-Parties wird Gück und Erfolg suggeriert. Glück und Erfolg spricht alle Menschen an, die voran kommen und sich nicht durch Angst aufhalten lassen wollen. Sicher gibt es noch viele andere derartige Strömungen. Entscheidend ist, dass wir alle nach etwas suchen. Ganz sicher ist, dass es für all das auch eine Branche gibt, die uns erzählt, dass sie genau das hat, was wir haben wollen. Leider überschreiten die Versprechungen oft die Grenze des Seriösen und Ethisch Vertretbaren. Um bei den o.g. Beispielen zu bleiben: oft wird Angst geradezu geschürt und nicht selten wird der versprochene Erfolg niemals realisiert.

Mit Gefühlen ist gut Geschäfte machen. Hütten Sie sich davor, dass Ihre Gefühle missbraucht werden.

 

Fragen Sie 10 Personen und Sie erhalten 10 Meinungen

Auch im privaten Kreis sind die gut gemeinten Ratschläge reichlich vorhanden. Darunter finden sich wirklich hilfreiche Ansätze und Tipps die weiter helfen. Nicht umsonst ist Networking zu einem beliebten Volkssport geworden. Je mehr Menschen man kennt, umso mehr Hilfe kann man bekommen. Aber vorsicht: zu viele Köche verderben oft den Brei. Wer am Ende nicht mehr ein noch aus weiß, leidet oft unter zuviel Input. Bitte vergessen Sie außerdem nicht, dass jeder, den Sie um seine Meinung bitten, auch eine Prägung hat, seine Ängste und Hoffnungen, die ganz sicher auch seine Antwort beeinflussen.

Viele Menschen wurden durch Ihre Erziehung und Ihre Kindheit geprägt. Einen sehr großen Anteil hatten – zumindest im letzten Jahrhundert – die Eltern, die sie erziehten. Heutzutage verlagert sich das mehr und mehr in Richtung Kitas. Die Kindheit ist die prägendste Zeit für einen heranwachsenden Menschen und für viele bleiben lebenslange Muster verankert – Muster, die sich unterbewusst in ihr Tun und Handeln einschleichen – unter Umständen gar zu Prägungen werden, die nicht selten zu dysfunktionalen Verhaltensformen führen und psychologischer Betreuung bedürfen.

In der Kommunikation mit anderen, reden Sie nicht nur mit der Person, die Ihnen gerade gegenüber steht, sondern indirekt auch mit all denen, die diese Person beeinflussen. Meinungen werden von einem zum anderen weitergegeben. Ansichten werden verbreitet. Kindheitliche Muster setzen sich immer wieder durch.

Wenn Sie Ihre eigenen Meinung bilden wollen, dann sollten Sie in sich gehen und sich fragen: wer bin ich, was brauche ich und wie will ich sein?

 

In der Abhängigkeit sind wir beeinflußbar

Jenseits von Werbung, öffentlicher Meinung und Ratschlägen aus dem Umfeld lauert  noch eine tückische Manipulation, die wir nur all zu gerne als “normal” ansehen. In jeder Abhängigkeit, allen voran die Abhängigkeit vom Job, lassen sich Menschen aushebeln. Keiner will seinen Job verlieren, also ist man geneigt, das eine oder das andere zu ertragen. Gruppenzwang und Erwartungen die direkt oder indirekt an einen gestellt werden, führen zu einer Anpassung an die Norm. Wer auffällt und sich nicht einpasst, muss mit Represalien rechnen, von der Gruppe und auch von der Obrigkeit.

Als “social animal” wollen wir in der Gemeinschaft sein, geliebt und beliebt, mit der einen oder anderen Erfolgsstory und vor allen Dingen mit dem Gefühl “in einem sicheren Hafen zu sein”. Doch dieser sichere Hafen hat einen Preis. Im gleichen Maße, in dem wir uns anpassen, vernachlassen wir unsere persönliche Entwicklung. Fragen Sie sich einmal: “Was könnten Sie alles sein, wenn Sie sich niemals angepasst hätten?” Was hätten Sie alles erreichen können, wenn Sie nicht der Meinung der Masse, den Ansichten Ihrer Eltern/Erzieher, den Ratschlägen Ihrer Bekannten oder dem Zwang der Gruppe (ganz besonders der Familie) gefolgt wären? Wie würde Ihr Leben aussehen, wenn es ausschließlich nach Ihren Vorstellungen abliefe?

“Das geht doch nicht!” höre ich bereits einige sagen. Wir leben schließlich in einer Solidargemeinschaft, in einer Partnerschaft und sind Teil eines großen Ganzen. Das stimmt und ist auch gut so – zumindest in den meisten Fällen, aber die Frage bleibt:  wie abhängig bzw. frei sind Sie eigentlich.

 

Ihr Kopf gehört Ihnen – Lassen Sie da nur hinein, was Ihnen gefällt

Ihr Leben gehört Ihnen. Was Sie sich einreden lassen, damit müssen Sie leben. Den Gruppen denen Sie folgen, denen müssen Sie gefallen. Die Normen denen Sie sich unterwerfen, bestimmen den Rahmen des Möglichen. Wie sehr sich sich anpassen, bestimmt in welchem Maße Sie Ihre Träume erfüllen können.

Nicht jeder wird Ihnen gerne zusehen, wenn Sie neue Wege gehen, sich aus der Gruppe lösen und Ihre Träume verwirklichen. Sie werden i.d.R. viel mehr mahnende Stimmen finden als unterstützende. Aber fragen Sie sich immer mit wem Sie sprechen, wer Sie da gerade mahnt, wer ihnen gerade welches Gefühl gibt. Denn es ist selten die Person die Ihnen gerade gegenüber steht, deren Meinung Sie hören.

Machen Sie sich auf etwas gefasst! Freuen Sie sich auf das was kommt. “Das Beste kommt zum Schluß” heißt es, und wenn es bisher noch nicht das Beste war, dann ist wahrscheinlich auch noch nicht Schluß. Vertrauen Sie auf Ihre Innere Stimme und achten Sie gut darauf, was Sie in Ihren Kopf lassen.

Gehen Sie wachsam und achtsam mit sich um. Wenn Sie nur Gutes in Ihren Kopf lassen, was meinen Sie kann dann auch nur wieder heraus kommen?

 

Ich wünsche Ihnen einen klaren Kopf.

Ihr Achim Lelle

 

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