Seien Sie mutig! – Seien Sie erfolgreich!

Wieviel Mut brauchen Sie? Warum brauchen Sie überhaupt Mut? Seien Sie doch einfach nicht mutig. Geht auch! In der Tat. Es braucht nicht unentwegt Mut. Es braucht auch andere Dinge wie zum Beispiel Fleiß, Ausdauer, Durchhaltevermögen, die aktuell viel gelobte Resilienz und natürlich ausreichend geistige und körperliche Ressourcen. Aber eines braucht es ganz besonders …

Mut braucht es hauptsächlich dann, wenn man etwas verändern möchte.

Veränderungen haben Konsequenzen. Diese sind oft nicht klar abschätzbar. Wenn man etwas verändern möchte, und dabei ein Risiko eingehen muss, braucht es Mut. Es braucht Mut sich für Veränderungen zu entscheiden und es braucht Mut die Veränderungen dem Umfeld mitzuteilen. Es braucht Mut Altes loszulassen und es braucht Mut eine Ungewissheit in Kauf zu nehmen und damit zu leben. Vor allem aber, braucht es Mut um aus der Sicherheit heraus zu kommen und sich auf neues Terrain zu begeben, bei dem Gefahren lauern, die man heute noch nicht einschätzen kann.

 

Manchmal ist es allerdings noch mutiger, nichts zu verändern.

Gelegentlich gibt es Situationen, in denen wir nichts tun, obwohl wir wissen, dass es besser wäre, etwas zu tun. Vielleicht ist es die Unsicherheit der Entscheidung, vielleicht aber auch nur der Wunsch, lieb gewonnenes nicht loslassen zu müssen, die uns zögern lassen. Oft allerdings liegen die Gründe tiefer. Auch hier ist es natürlich so, dass nicht alle Menschen gleich reagieren. Einige sind von Haus aus eher entscheidungsresistent, während andere zwar die Entscheidung treffen können, dann aber bei der Umsetzung Schwierigkeiten haben. Nicht selten ist es auch so, dass der Einfluss von anderen, aktiv oder passiv, uns in einer Art Situationsstarre verharren lassen. In unserem Bemühen, die gefühlt als sinnvoll und notwendig erachtete Veränderung anzugehen, werden wir durch unterbewusste Muster ausgebremst. Beispielsweise bleiben wir in einem Job, den wir nicht mehr ausstehen können. Das gleiche gilt für Partnerschaften, Verträgen mit Telekommunikationsanbietern, Vermietern, dem schlechten Zimmer im Urlaub, dem viel zu teuren Service in der Kfzwerkstatt, dem Club mit den Leuten, die man eigentlich gar nicht mehr sehen möchte und vieles mehr. Wir wissen, dass diese Arrangements uns nicht gut tun, können uns aber nicht entscheiden den nächsten Schritt zu machen, und zu gehen, zu kündigen oder uns zu beschweren.

Es gehört aus meiner Sicht sehr viel Mut dazu, in einer schlechten Situation zu verharren, wenn ganz offensichtliche Alternativen vorhanden sind. Bewusst etwas schlechteres in Kauf zu nehmen ist doch eigentlich mutig, oder nicht? Sicher gibt es auch den einen oder anderen Fall von Trägheit, Feigheit oder schlichtweg Träumerei. Aber warum sollte es mutiger sein, eine Veränderung anzugehen, als es ein weiteres Mal mit der altbekannten Variante zu probieren? In beiden Fällen ist der Ausgang ungewiss.

 

Veränderungen erzeugen Angst

Zu Beginn einer jeden Veränderung steht die Skepsis. Alle unsere Ängste werden mobilisiert um diese Skepsis zu nähren. Je mehr Ängste wir mit uns rum tragen, umso größer wird die Skepsis sein. Mut ist das Gegenteil von Angst. Überzeugung ist das Gegenteil von Skepsis. Veränderung ist das Gegenteil von Stillstand. Wir haben also die Wahl zwischen einer mutigen Veränderung aus Überzeugung oder einem auf Angst und Skepsis basierende Stillstand.

 

Nicht die Sachlage entscheidet, sondern der Bauch

Wenn unser Kopf zu viele Informationen bekommt um eine klare Entscheidung zu treffen, dann entscheiden wir in der Regel mit dem Bauch. Unser sogenanntes Bauchgefühl rät uns zu einer Entscheidung. Diese muss nicht richtig sein, ist aber auf jeden Fall die Entscheidung, mit der wir uns wohl fühlen. Oft braucht es auch viel Zeit um zu einem Bauchgefühl zu kommen. Deshalb ist es wichtig zu akzeptieren, dass wichtige Veränderungen nicht nur Mut sondern auch Zeit brauchen. Wenn wir das Gefühl haben die richtige Entscheidung zu kennen, dann haben wir meistens auch den Mut. Umgekehrt gilt das gleiche: das Gefühl der Angst nimmt uns den Mut. In beiden Fällen kommt es also auf das Gefühl an.

 

Gefühl und Handlung müssen stimmig sein

Ab und zu kommt es vor, dass jemand den Mut fasst etwas zu tun, obwohl das Gefühl etwas anderes sagt. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Nicht selten liegen diese Gründe im Umfeld. Aber wenn jemand etwas tut, zu dem er nicht steht, bei dem er also kein gutes Gefühl hat, dann ist dies nach außen sichtbar. Wir erkennen leicht jene Menschen, die sich in ihrer Haut nicht wohl fühlen, die etwas tun, dass sie eigentlich nicht tun wollen, deren Blicke ausdrücken, dass sie Hilfe brauchen und aus der Situation raus möchten. Wenn Gefühl und Handlung nicht stimmig sind, funktioniert selten etwas. Unterbewusst werden unsere Handlungen hinterfragt, verlangsamt und schließlich torpediert. Es reicht also tatsächlich nicht aus, nur Mut zu haben.

 

Erfolg kann man nicht erzwingen

Wenn jemand keine Verkäufernatur ist, und sich dagegen sträubt, Verkaufsgespräche zu führen, dann sollte er nicht als Verkäufer tätig sein. Wenn jemand lieber ein Kamerad ist, der für alle da ist, dann wird er wohl weniger als Führungskraft geeignet sein, die den Erfolg und das Ergebnis sicherstellen muss. Wenn jemand eher introvertiert ist, sich gerne alleine auf seine Arbeit konzentriert und daraus alle Energie schöpft, dann sollte dieser Mensch seinen Erfolg nicht auf der Bühne und im Applaus eines Publikums suchen. Es gibt also auch Veränderungen, die tatsächlich wenig sinnvoll sind. Erfolg kann man in diesen Situation nicht erzwingen. Aber andererseits sind diese Situationen auch ganz klar geprägt von einer gemeinsamen Sache: ein ungutes Gefühl! Insofern sind diese Situationen schnell identifiziert.

 

Wenn ihr Gefühl stimmt, dann laufen sie los!

Wenn Sie das Gefühl haben, dass sie es nicht mehr aushalten ohne eine Veränderung – dann finden Sie auch den Mut die Veränderung anzugehen. Mit dem richtigen Gefühl, werden Sie Ihrem Körper die Signale geben, die er braucht, um alle Ressourcen zu mobilisieren. Mit dem richtigen Gefühl, werden sie nach außen signalisieren, dass sie überzeugt sind von dem was sie tun – und sie werden das Feedback bekommen, dass sie dabei unterstützt. Mit dem richtigen Gefühl, einem bejahende Gefühl, haben Angst und Skepsis keine Chance mehr.

Wenn Sie also erfolgreich sein wollen, und dazu etwas Mut brauchen, dann hören Sie auf Ihr Gefühl.

 

Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg

ihr Achim Lelle

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